Unser Verband

In seiner heutigen Form gibt es den "Bundesverband der Selbständigen Abteilung Binnenschiffahrt e.V." seit dem 29.9.1989, als er beim Vereinsregister des Amtsgerichts Bonn eingetragen wurde. Bereits seit Mitte der siebziger Jahre gab es ihn jedoch bereits als Abteilung Binnenschiffahrt im Bundesverband der Selbständigen/Deutscher Gewerbeverband.

Ausweislich der Satzung ist der Verband " ein Zusammenschluss selbständiger Unternehmer aus der deutschen Binnenschiffahrt. Er hat den Zweck, die selbständigen Binnenschiffahrtsunternehmer in ihrer Stellung in Wirtschaft und Gesellschaft zu erhalten, zu schützen und zu stärken. Es ist daher Aufgabe des Verbandes, die Interessen der selbständigen Binnenschiffahrtsunternehmer insbesondere auf den Gebieten der Verkehrs-, Wirtschafts-, Steuer-, Sozial- und Gesellschaftspolitik zu vertreten."
 (§ 2 Abs 1).

Der Verband ist Mitglied des Bundesverbandes der Selbständigen/Deutscher Gewerbeverband, einer der ältesten Wirtschaftsorganisationen in Deutschland. Gegründet im Jahre 1892 ist er mit mehr als 100 000 Mitglieder eine der bedeutendsten Interessenvertretungen des selbständigen Mittelstandes.

Auf europäischer Ebene sind wir Mitglied der Europäischen Schifferorganisation (ESO), in der sich niederländische, belgische, französische und deutsche Partikulierverbände zusammengeschlossen haben.

Unsere Entstehungsgeschichte

Während das Jahr 1989 die Eigenständigkeit der "Abteilung Binnenschiffahrt" als Verband markiert, beginnt die Entstehungsgeschichte bereits im Jahr 1975. In Baden-Württemberg gründete sich eine sog. "Intereressen- und Notgemeinschaft" der Partikuliere. Hintergrund war die schlechte wirtschaftliche Situation, hervorgerufen durch rückgängige Transportmengen, ölkrise, ruinösen Wettbewerb der Bundesbahn, überkapazitäten und steigenden Kostendruck. Am härtesten hiervon betroffen waren die Partikuliere. Starke Reglementierungen in der Vergangenheit hatten dazu geführt, dass die Reedereien de facto das Ladungsmonopol innehatten und auch die Genossenschaften lediglich als Unterfrachtführer der Reedereien beschäftigt wurden. Dies führte in wirtschaftlich schwieriger Zeit dazu, dass die Reedereien ihrem eigenen Schiffsraum die lukrativen, weil tariflich festgelegten Frachten zuteilten und den Partikulieren die grenzüberschreitenden Transporte mit schlechter Fracht überließen.

Da 1974 alle bis dahin existierenden Regional- und Spezialverbände der Binnenschiffahrt sich im Bundesverband der deutschen Binnenschiffahrt zusammengeschlossen hatten und viele Partikuliere sich dort nicht vertreten fühlten, wurde der Ruf nach einer eigenen Partikulierorganisation laut. Schnell war klar, dass die Interessen- und Notgemeinschaft alleine im politischen Raum kaum Gehör finden würde. Auf Vermittlung der baden-württembergischen Landesregierung entstand der Kontakt zum BDS-Landesverband Baden-Württemberg, wo die Anliegen der Partikuliere aufgegriffen wurden.

Am 8.3.1976 stimmte der Landesverband der Gründung einer Sektion Binnenschiffahrt zu, woraufhin ma 30.4.1976 die Interessen- und Notgemeinschaft aufgelöst wurde. Am 6.11.1976 erfolgte die offizielle Gründung der Abteilung Binnenschiffahrt. Was zunächst im Südweseten begonnen hatte, weitete sich bald auf das Bundesgebiet aus. Neben Heidelberg wurde eine Geschäftsstelle in Bremen gegründet, die dem dortigen Landesverband angegliedert war.

1981 erhält der Vorsitzende der Abteilung Sitz und Stimme im Präsidium des BDS/DGV, was die Stellung der Organisation ähnlich der eines Landesverbandes unterstrich. Die Anbindung an den BDS/DGV blieb auch nach der Gründung des eingetragenen Vereins 1989 erhalten.

Aufbau und Organisation unseres Verbandes

Die Organe des BDS-Binnenschiffahrt sind die Generalversammlung, der Vorstand und der geschäftsführende Vorstand.

Oberstes Organ ist die aus den Mitgliedern bestehende Generalversammlung, die in der Regel einmal im Jahr tagt. Jedes Mitglied hat eine Stimme. Der Vorsitzende, die drei stellvertretenden Vorsitzenden, der Schatzmeister und sein Stellvertreter sowie die neun Beisitzer werden von der Generalversammlung für drei Jahre direkt gewählt.

Sie bilden gemeinsam den Vorstand, der vor allem für richtungweisende Stellungnahmen des Verbandes und den Haushalt zuständig ist. Alle übrigen Zuständigkeiten, die nicht ausdrücklich einem anderen Organ vorbehalten sind, liegen beim geschäftsführenden Vorstand, der aus dem Vorsitzenden, den drei stellvertretenden Vorsitzenden und dem Schatzmeister besteht.

Daneben hat der BDS-Binnenschiffahrt keine weiteren von der Satzung vorgegebenen Gremien. Je nach Bedarf werden jedoch zu einzelnen Themen oder Themenbereichen spezielle Arbeitsgruppen gebildet, in die nicht nur Vertreter des Vorstandes sondern auch Mitglieder einbezogen werden. Der Vorstand tagt nach Bedarf, in der Regel drei bis vier Mal im Jahr. Laut Beschluss des Vorstandes können an den Sitzungen Mitglieder ohne Stimmrecht teilnehmen.

Der Verband verfügt über eine Geschäftsstelle in Bonn, wo derzeit zwei hauptamtliche Mitarbeiter Teilzeit beschäftigt sind. Darüber hinaus haben wir die Geschäftsstellen Nord, Süd und Ost in Bremen, Stuttgart und Berlin,, die von ehrenamtlich arbeitenden Beauftragten geführt werden. Ehrenamtliche Arbeit wird bei uns groß geschrieben. Einen wesentlichen Teil der beim BDS-Binnenschiffahrt anfallenden Aufgaben übernehmen die Mitglieder des Vorstandes selber.

Unsere Mitglieder

Ordentliches Mitglied werden können nach der Satzung selbständige Unternehmer, die Eigner oder Ausrüster eines in einem deutschen Schiffsregister eingetragenen Binnenschiffes sind. Daneben besteht für natürliche und juristische Personen, die Zweck und Aufgaben des Verbandes unterstützen, die Möglichkeit der förderndenMitgliedschaft. Die weitaus größte Zahl der heute rund 180 Mitglieder kommt aber aus der Partikulierschiffahrt. In der Gründungszeit bis 1983 waren neben freien Partikulieren, Hauspartikulieren und Genossenschaftspartikulieren mehrere Genossenschaften der Abteilung Binnenschiffahrt korporativ angeschlossen. Nach deren Austritt wurden weitere Genossenschaftspartikuliere Einzelmitglied im BDS.

Unsere Ziele

Seit Gründung des BDS-Binnenschiffahrt nimmt die wirtschaftliche Situation des Partikulierunternehmens eine zentrale Rolle in der Verbandspolitik ein. Ziel unserer Politik war stets ein unabhängiges mittelständisches Unternehmertum in der Binnenschiffahrt. Daher steht der Unternehmer auf dem Schiff im Mittelpunkt unserer Politik.

Gemeinsam....

- engagieren wir uns für die Belange der deutschen Partikuliere auf allen politischen und gesellschaftlichen Ebenen.

- vertreten wir die Interessen unserer Mitglieder gegenüber Regierung und Parlament, gegenüber der EU-Kommission, der Zentralkommission für die Rheinschiffahrt, der Wasser- und Schiffahrtsverwaltung sowie gegenüber anderen Verbänden, Organisationen und gesellschaftlichen Gruppen.

- setzen wir uns dafür ein, dass in der deutschen und europäischen Binnenschiffahrtspolitik die spezifische Interessenlage mittelständischer Unternehmen Berücksichtigung findet.

 

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